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31.01.2012

Phishing: Betrug von Mastercard-Kunden mit voreingestellten Daten





Datensicherung

Bildquelle: aboutpixel.de / G 4 Power Book © Peter Ehmann

Die Verbraucherzentrale warnt vor einer neuen gefährlichen Masche beim Phishing nach Bankdaten. Betroffen davon sind aktuell tausende Kunden von Mastercard. Sie erhalten E-Mails, die eine "vorübergehende Sperrung der Kreditkarte" ankündigen. Die "kostenlose" Aktivierung der Karte sei auf einer Internetseite möglich, zu der ein Link in Phishing-E-Mails führe



Täuschend echte Internetseiten



Wer auf den Link klickt, trifft auf eine Webseite, die auf den ersten Blick kaum von der echten Mastercard-Seite zu unterscheiden ist. Schlimmer noch: Auf dieser Phishing-Seite sind bereits viele persönliche Daten wie Name und Adresse der E-Mail-Empfänger korrekt eingetragen. Das dreiste Szenario soll dazu verleiten, sensible Daten wie Kreditkartennummer und Abrechnungskonto in die entsprechenden Felder einzutragen. Die Verbraucherzentrale rät dringend, die E-Mails zu ignorieren und keinesfalls auf den enthaltenen Link zu klicken. Denn seriöse Finanzdienstleister fordern ihre Kunden niemals per E-Mail auf, geheime Daten im Internet einzutippen.

Zu erkennen sind die gefälschten Websites beispielsweise an den im Internet-Browser angezeigten kryptischen Adressen wie "www.lpnam.com/content/components/com_user/Kunden9214892485912359214/sicherung-daten-verizifizierung/index.html". Aber auch seriös aussehende Adressen wie "http://www.verifikation-mastercard.de/" führen nicht zum echten Anbieter, sondern zu einer Betrugsseite. Obendrein fehlt es an einer für das Online-Banking notwendigen verschlüsselten Verbindung. Diese wird normalerweise durch ein "https" vor der Website-Adresse und ein kleines Schloss in der unteren Statusleiste des Browsers angezeigt.

Wer den Phishern bereits ins Netz gegangen ist und seine Daten auf der betrügerischen Website eingegeben hat, sollte so schnell wie möglich seine Hausbank und Mastercard kontaktieren. Ist bereits ein finanzieller Schaden entstanden, sollte umgehend eine Anzeige bei der Polizei erfolgen.



Verdächtige Mails melden



Wer beim Kampf gegen das Daten-Phishing mithelfen will, kann betrügerische E-Mails bei unserem Phishing-Radar mit einer ständig aktualisierten Übersicht über die neuesten Phishing-Attacken melden. Dazu können verdächtige E-Mails einfach an die Adresse phishing@vz-nrw.de weitergeleitet werden. Seit dem Start des Phishing-Radars im Dezember 2010 haben Verbraucher bereits weit mehr als 9.000 verdächtige E-Mails gemeldet. Dadurch konnten mehr als 800 Betrugsseiten gesperrt werden.




© Verbraucherzentrale Baden Württemberg



Die kompletten Informationen finden Sie unter:

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